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Finanzielle Unterstützung

So bezahlst du deine adaptive Hardware

Adaptive Hardware für dein Gaming-Setup kann sehr teuer sein. Leider bezahlt die Invalidenversicherung (IV) diese Kosten in der Regel nicht. Aber einige Stiftungen und Fonds in der Schweiz unterstützen, wenn das Geld nicht reicht.

Kannst du dir ein Gaming-Setup nicht leisten? Gerade mit zusätzlichen Geräten, die das Gamen barrierefrei machen, kann es schnell teuer werden. Mit der richtigen Argumentation kannst du bei verschiedenen Stiftungen und Fonds ein sauberes Gesuch einreichen. Wenn du Erfolg hast, helfen sie dir dabei, deine Gaming-Ausrüstung zu bezahlen.

Zahlt die IV für Gaming-Hardware?

Die Invalidenversicherung (IV) bezahlt in der Regel keine Hilfsmittel für die Freizeit. Sie bezahlt alternative Eingabegeräte nur dann, wenn du sie zwingend für die Arbeit, für die Schule oder für den Alltag brauchst. Wenn du damit auch gamen kannst, ist das ein schöner Nebeneffekt.

Wichtig: Reiche dein Gesuch trotzdem immer zuerst bei der IV ein. Viele Stiftungen helfen nämlich erst, wenn du eine offizielle Ablehnung vom Staat (den negativen IV-Bescheid) vorlegen kannst.

Stiftungen und Fonds: Hier bekommst du Hilfe

Es gibt verschiedene Organisationen, die den Wert von Gaming erkennen. Sie wissen, dass Videospiele soziale Teilhabe, mehr Autonomie und Lebensqualität bewirken. Unter bestimmten Voraussetzungen können sie dich finanziell unterstützen. Hier findest du eine kurze Sammlung einiger Schweizer Organisationen, die für ein Fördergesuch in Frage kommen. Bitte beachte, dass ein Fördergesuch immer viel Zeit braucht. Deshalb muss du Geduld haben, wenn du Geld von einer Stiftung möchtest.

Das ist keine abschliessende Liste: Du kannst natürlich auch bei anderen Stellen finanzielle Unterstützung beantragen.

Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS)

Diese Stiftung setzt sich für die ganzheitliche Rehabilitation und lebenslange Begleitung von Menschen mit einer Querschnittlähmung ein.

Zielgruppe: Menschen mit einer Querschnittlähmung (Paraplegie oder Tetraplegie) oder sehr ähnlichen körperlichen Einschränkungen.

Erfolgschancen: Hier hast du gute, realistische Chancen. Die Förderung einer aktiven Freizeitgestaltung ist fest im Stiftungszweck verankert. Dennoch wird jedes Gesuch als Einzelfall genau geprüft.

Schweizerische Muskelgesellschaft

Die Schweizerische Muskelgesellschaft agiert als zentrales Unterstützungsnetzwerk und Informationsstelle für muskelkranke Menschen in der Schweiz.

Zielgruppe: Personen aller Altersklassen mit einer fortschreitenden neuromuskulären Erkrankung (wie zum Beispiel Spinale Muskelatrophie oder Muskeldystrophie).

Erfolgschancen: Die Chancen sind vielversprechend, sofern du die medizinischen und finanziellen Kriterien erfüllst. Die Gesellschaft weiss sehr gut, dass es oft nur mit adaptiver Technik möglich ist, am digitalen Leben teilzunehmen.

Stiftung Cerebral

Die Stiftung Cerebral fördert und betreut schweizweit Menschen, die mit einer cerebralen Bewegungsstörung leben.

Zielgruppe: Menschen mit cerebralen Bewegungsstörungen (zum Beispiel Spina Bifida), bei denen die Diagnose vor dem 20. Lebensjahr gestellt wurde.

Erfolgschancen: Es bestehen durchaus Möglichkeiten auf eine Unterstützung. Die Stiftung ist grundsätzlich bereit, sich an den Kosten im Freizeitbereich zu beteiligen.

Stiftung Denk an mich

Die Solidaritätsstiftung von SRF ermöglicht Menschen mit Behinderungen Ferien- und Erholungsaufenthalte sowie die aktive Teilnahme an Freizeitaktivitäten.

Zielgruppe: Menschen mit Behinderung, die nachweislich über ein sehr knappes Budget verfügen (am besten belegt durch einen EL-Bezug).

Erfolgschancen: Die Chancen stehen mittel bis gut. Der absolute Kernzweck dieser Stiftung ist die Freizeitgestaltung und die soziale Teilhabe. Wegen der hohen Anzahl an Anfragen brauchst du hier aber ein besonders gut formuliertes Gesuch.

Pro Infirmis (Direkthilfe)

Als grösste Schweizer Fachorganisation für Menschen mit Behinderungen bietet Pro Infirmis unter anderem Beratungen an und hilft bei finanziellen Notlagen.

Zielgruppe: Kinder und Erwachsene (vor Erreichen des AHV-Alters), die sich in einer klar ausweisbaren finanziellen Notlage befinden. Du darfst nicht mehr als 10 000 Franken Vermögen haben.

Erfolgschancen: Es gibt mögliche Chancen auf eine Beteiligung. Dies erfordert jedoch eine besonders strenge Überprüfung deines Budgets durch eine Fachperson. Zudem brauchst du eine sehr überzeugende Argumentation, wie die Hardware dich beispielsweise vor sozialer Isolation schützt. Wenn Pro Infirmis ein Gerät mitbezahlt, musst du grundsätzlich 10 % des Preises selber bezahlen.

So klappt dein Gaming-Fördergesuch: Unsere Tipps

Ein erfolgreiches Gesuch braucht die richtigen Worte. Stiftungen lehnen den Begriff «Spielkonsole» oft ab, unterstützen aber gerne die «soziale Teilhabe» und «digitale Autonomie». Ausserdem lohnt es sich enorm, dir für den Papierkram Hilfe bei Profis (wie einer Sozialberatung) zu holen.

Damit du weisst, worauf es ankommt, haben wir dir die wichtigsten Ratschläge in einem Dokument zusammengefasst.